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Inklusion

INKLUSION

Die folgenden Forderungen zum Thema Inklusion stellen eine Arbeitsgrundlage dar.

Ein ausformuliertes Positionspapier wird demnächst hier erscheinen.

Mitarbeit ist willkommen!

Grundsätzliches
  • Wir unterstützen die Inklusion von Schüler*innen im Berliner Schulsystem. Aber wir nehmen nicht weiter hin, dass diese Inklusion als Sparmaßnahme auf dem Rücken von Kindern mit und ohne zusätzlichem Förderbedarf ausgetragen wird!

  • Dass Inklusion in Berlin als Sparmaßnahme organisiert wurde, sieht man daran, dass die Lehrerstunden, die einem/r Schüler*in mit dem Förderbedarf Lernen, emotional-soziale Entwicklung oder Sprache zustehen, im Laufe der Jahre praktisch halbiert worden sind.

  • Das neue System der "verlässlichen Grundausstattung" führt dazu, dass an vielen bereits stark belasteten Schulen Förderstunden gestrichen werden.

  • Derzeit schaffen wir es oft nicht, Kinder mit zusätzlichen Förderbedarfen angemessen zu unterstützen. Ihr Recht auf eine gute schulische Ausbildung treten wir so mit Füßen.

  • Inklusion kann gelingen. Aber dafür benötigen wir eine bessere personelle Ausstattung und mehr Zeit!

Forderungen

  • eine Anhebung der Lehrerstunden, die Kindern mit dem Förderbedarf L-E-S (Lernen, emotional-soziale Entwicklung oder Sprache) zur Verfügung stehen von 2,5 bzw. 3 auf 5

  • für alle Schularten sind für Schüler*innen mit dem Förderbedarf L-E-S zusätzliche Betreuungsstunden für den Ganztagsbereich vorzusehen. Eine doppelte Antragsstellung muss vermieden werden.

  • eine klare Regelung, welche Unterstützung, Mittel und Personalressourcen vorgesehen sind, wenn eine Klasse mehr Schüler*innen mit zusätzlichem Förderbedarf hat als die 4 oder 5 vom Gesetzgeber vorgesehenen. (Ergänzung der §19 und § 20 der Sonderpäd. VO)

  • eine Überarbeitung des neuen System zur Verteilung von Förderstunden an Grundschulen („verlässliche Grundausstattung“)

    • eine realistische Berechnung des jeweiligen sonderpädagogischen Förderbedarfs einer Schule, bei dem der tatsächliche Bedarf der Schule zugrunde gelegt wird und nicht realitätsferne Durchschnittsförderquoten

    • Transparenz der Verteilung der Förderstunden für die einzelnen Bezirke und Schulen und Angabe des tatsächlichen Förderbedarfs

Wir glauben daran, dass wir Bürger*innen

gemeinsam etwas ändern können.